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Projekt  COMMONS & COLOGNE
Ein Projekt von Doris Frohnapfel und Ina Wudtke.

KUNST, KAPITAL + ÖFFENTLICHER RAUM
Diskussionsveranstaltung, Mittwoch, 8. Juni 2016
Horizont-Theater, Thürmchenswall 25, 50668 Köln

Sophie Goltz (Stadtkuratorin Hamburg)
Kay von Keitz (Kunstbeirat der Stadt Kln)
Eva Herr, Dezernat VI - Stadtentwicklung, Planen, Bauen und Verkehr Kln
Martin Herrndorf (Tag des guten Lebens Kln, AGORA e.V.)
Ina Wudtke (Künstlerin, Commons & Cologne)
Doris Frohnapfel (Künstlerin, Commons & Cologne)
Moderation: Anja Dorn (Professorin für kuratorische Theorie und dramaturgische Praxis)

Horizont Theater, Thürmchenswall 25, 50668 Köln

Es wird sehr viel darüber geredet was in unseren Innenstädten alles verändert, verkauft und umgebaut werden soll. Neue Namen von neu zu entstehenden Wohnblöcken und Stadtteilen werden zumeist von Investoren in Umlauf gebracht und beworben und dann fahren die Bagger und Abrissbirnen auf. Klüngel, Korruption, Privatisierungen, Abriss des historischen



(Commons & Cologne: Performativer Stadtspaziergang und Einweihung der Skulptur im Kunibertsviertel, Donnerstag 26. Mai 2016, Performance: Evamaria Schaller, Ina Wudtke, Doris Frohnapfel. Foto: Frank Domahs)

Bestandes, Luxussanierungen von Sozialwohnungen, die Vermarktung ganz vieler Grundstücke und Gebäude von sozialen Einrichtungen und Mietshäusern verdrängen die Bewohner aus den Innenstädten, auch aus dem Kunibertsviertel. Dem sollte von Seiten der Stadt mehr Orientierung an den Gemeingütern entgegen gesetzt werden. Man hat ja mittlerweile auch gelernt, dass Firmen und Konzerne bzw. deren Banken von den Steuerzahlern gerettet werden.

Welche Strukturen des PPP findet man in den Projekten der Kunst im öffentlichen Raum wieder und welchen Einfluß sollte sie auf das Gemeingut “öffentlicher Raum” haben. Recherchen und Veröffentlichungen zur Korruption und den Public Private Partnerships sind für uns wichtige Grundlagen im Prozess der Arbeit und uns interessiert, wie sich das auf das Gemeingut "öffentlicher Raum", sei es gestalterisch (z.B. privatisierte Achitektenwettbewerbe), stadtplanerisch (z.B. Investorenmodelle profitieren vom Gemeinwesen "öffentlicher Raum" + Infrastruktur, öPNV), Kunst am Bau/ im öffentlichen Raum als PPP (Beispiel: Sparda-Bank West, Kreisverkehr am Breslauer Platz) auswirkt.

Besonders möchten wir darauf hinweisen, das wir Sophie Goltz, die Hamburger Stadtkuratorin für die Debatte gewinnen konnten. Stadtkuratorin Hamburg ist ein von der Freien und Hansestadt Hamburg initiiertes Projekt zur Aktualisierung und Neuausrichtung des Programms "Kunst im öffentlichen Raum", das 1981 von der Stadt ins Leben gerufen wurde.
http://www.hamburg.de/kulturbehoerde/projekte/4300944/stadtkuratorin/
http://stadtkuratorin-hamburg.de/about/

Städte wie München und Düsseldorf haben oder initiieren zur Zeit ähnliche Programme und auch in Köln gibt es viele Akteure, die eine Zusammenarbeit von Architektur, Stadtplanung und Kunst auf den Weg bringen möchten.

Diese Debatte betrifft den öffentlichen Raum, der alle BürgerInnen der Stadt angeht, und den wir tagtäglich schaffen. Sie richtet sich an AnwohnerInnen, Kunstpublikum, Stadtverwaltung und andere Interessierte.

Mit freundlicher Unterstützung der Stadt Köln - Dezernat für Kunst und Kultur