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COLLABORATION

Pressetext "COLLABORATION. Vermittlung. Kunst. Verein"
KNOCKIN’ ON MIND’S DOOR
Konkrete Projektphasen
Was ist Kunst?

2. Januar / Februar 2009 "Kunst macht Arbeit"
Kunstproduktion und -präsentation

Was ist Kunst?

Von Lina Dilly, Lisa Klosterkötter (Gymnasium Kreuzgasse) und Nora Weisel (Humboldt-Gymnasium)

Die Ausstellung "Kunst" ist Ergebnis und Dokumentation einer langen Auseinandersetzung mit dem Begriff Kunst, mit allem, was sich hinter ihm verbirgt und wofür er stehen kann.
Die Frage nach der Bedeutung eines einzigen Wortes führte uns in den letzten Wochen auf vielen Ebenen zu unterschiedlichen Themenbereichen.
Ausgehend von der Frage, was Kunst für uns ist, bedeutet und darstellt, überlegten wir, welche ihre Aufgaben sind; inwiefern sie uns einerseits berührt und fasziniert, andererseits jedoch auch eine abschreckende Wirkung haben kann. In der Diskussion um unsere persönlichen Lieblingsbilder suchten wir nach Attributen, die einem Kunstwerk zu eigen sein müssen, damit es uns gefällt, darüber hinaus womöglich sogar ein Gefühl der Verbundenheit vermittelt. Ist es ausschliesslich der individuelle Geschmack, der ästhetische Anspruch, welcher das liebste Kunstwerk auswählt?

Und wenn nicht – was ist es dann?
Vielleicht ist es die Bewunderung für einen Künstler und sein Werk, denn oft fiel es uns schwer, eine klare Trennlinie zu ziehen zwischen dem genialsten und dem Lieblings-Kunstwerk. Während wir mit letzterem oft eine emotionale Nähe verbanden, ging es im Zusammenhang mit dem Begriff der Genialität eher um den einzigartigen, innovativen Charakter eines Kunstwerks und um künstlerische bzw. handwerkliche Fähigkeiten.
Zusammen mit der Projektleiterin Birgit Laskowski und der Künstlerin und Professorin für visuelle Kommunikation, Kunst und Medienpädagogik Dr. Stefanie Marr sind wir aufkommenden Fragen nachgegangen und haben uns während eines Besuchs im Museum Ludwig auch mit den Kriterien eines "schlechten" Kunstwerks auseinandergesetzt. Deutlich geworden ist dabei, dass die Ehrfurcht, die wir der Kunst gegenüber haben, unsere kritischen Auseinandersetzungen hemmen kann und uns daran hindert, wertend zu differenzieren zwischen gut und schlecht, ansprechend und abstossend, aussagekräftig und leer... Abschliessend haben wir über Kunst im privaten Kontext gesprochen, über Kunst, die bei uns im Wohn- oder Schlafzimmer hängt und uns täglich begegnet.

Die ausgestellten Karten sind Produkt einer spontanen und assoziativen Denk- und Arbeitsweise und legen offen, zu welch unterschiedlichsten Ideen wir und unsere Freunde, Familienmitglieder und Bekannten gekommen sind.
Am Ende dieses Projekts steht weder eine allgemeingültige Definition, noch eine einheitliche Lösung, sondern die intellektuelle Bereicherung, die der Austausch mit den Schüler/Innen, Projektleiterinnen und auch mit sich selbst bedeutete.

Was also bleibt?

Ein Begriff - Tausend Fragen
Eine Frage - Tausend Antworten

Was ist Kunst?




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